Körperfettanteil-Rechner

Der Körperfettanteil ist ein wichtiger Gesundheitsindikator, der mehr Einblick bietet als der BMI allein. Dieser Rechner verwendet die US-Navy-Methode (Hodgdon-Beckett-Formel), die nur ein Maßband erfordert und auf 3-4% genau ist.

Unterhalb des Kehlkopfs messen
Auf Nabelhöhe messen
Körperfett

Referenzen

  • Hodgdon, J. A., & Beckett, M. B. (1984). Prediction of percent body fat for U.S. Navy men and women from body circumferences and height. Naval Health Research Center, Report No. 84-29. DTIC

Häufig gestellte Fragen

Die US-Navy-Methode schätzt Körperfett innerhalb von 3-4% des hydrostatischen Wiegens, laut der ursprünglichen Forschung von Hodgdon und Beckett von 1984. Obwohl weniger präzise als DEXA-Scans (Fehler von 1-2%), übertrifft sie BMI-basierte Schätzungen erheblich. Eine Studie von 2012 im International Journal of Body Composition Research fand, dass umfangsbasierte Methoden gut mit Labortechniken korrelieren (r=0,90) für die meisten Personen.
Die Fettverteilung folgt vorhersehbaren anatomischen Mustern. Der Taillenumfang korreliert stark mit viszeralem (abdominalem) Fett, während der Halsumfang subkutane Ablagerungen widerspiegelt. Forschung im American Journal of Clinical Nutrition zeigt, dass das Taille-Größe-Verhältnis allein 50-75% der Varianz im Körperfettanteil erklärt. Die Navy-Formel verwendet logarithmische Beziehungen zwischen diesen Messungen und der Größe, um das Fettvolumen zu approximieren.
Die ursprüngliche Navy-Methode wurde hauptsächlich mit kaukasischem US-Militärpersonal entwickelt, was die Genauigkeit über ethnische Gruppen hinweg einschränkt. Forschung im British Journal of Nutrition fand, dass asiatische Bevölkerungen bei gleichwertigen Messungen 3-5% mehr Körperfett haben können, während afroamerikanische Personen aufgrund von Unterschieden in Knochendichte und Muskelmasse weniger Körperfett haben können. Einige Forscher empfehlen ethnie-spezifische Anpassungen.
Fehler beim Taillenumfang haben die größte Auswirkung, wobei jeder 1-cm-Fehler potentiell Körperfettschätzungen um 1-2 Prozentpunkte beeinflussen kann. Die Hodgdon-Beckett-Forschung betont das Messen an konsistenten anatomischen Orientierungspunkten: Nabelhöhe für Männer, schmalste Stelle für Frauen. Messungen nach dem Essen, während der Menstruation oder mit unsachgemäßer Bandspannung können erhebliche Fehler einführen. Drei Messungen nehmen und mitteln verbessert die Zuverlässigkeit.
Männer und Frauen speichern Fett aufgrund hormoneller Einflüsse unterschiedlich. Frauen tragen natürlich mehr essenzielles Fett (10-13% vs. 2-5% bei Männern) für reproduktive Funktionen und speichern Fett bevorzugt in Hüften und Oberschenkeln (gynoider Typ) statt abdominal. Die Frauenformel beinhaltet den Hüftumfang, weil diese Messung gynoide Fettverteilung erfasst, die die Männergleichung übersehen würde.
Die Navy-Methode neigt dazu, Körperfett bei sehr schlanken Personen (unter 10% für Männer, unter 18% für Frauen) zu unterschätzen und bei hochmuskulösen Sportlern zu überschätzen. Dies tritt auf, weil Muskelmasse im Nacken das berechnete Körperfett künstlich senken kann. Eine Studie im Journal of Strength and Conditioning Research fand eine Unterschätzung von 4-6% bei Wettkampf-Bodybuildern. Sportler sollten Hautfaltenmesser oder DEXA-Scans für Wettkampfvorbereitung in Betracht ziehen.