FFMI-Rechner
Der Fettfreien-Masse-Index (FFMI) ist ein Maß für die Muskelmasse relativ zur Körpergröße unter Berücksichtigung des Körperfettanteils. Er hilft, die Muskelentwicklung genauer zu bewerten als Gewicht oder BMI allein. Der FFMI ist besonders nützlich zur Verfolgung des Muskelaufbaus, zum Vergleich von Körpern und zum Verständnis des natürlichen Muskelpotenzials. Ein FFMI von 25 (normalisiert) gilt oft als Obergrenze für natürliche Muskelentwicklung bei Männern.
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Normalisierter FFMI
Häufig gestellte Fragen
FFMI trennt fettfreies Gewebe von Fettmasse und löst damit die Haupteinschränkung des BMI. Eine muskulöse 200-lb-Person und eine fettleibige 200-lb-Person bei gleicher Größe haben identische BMIs, aber sehr unterschiedliche Gesundheitsprofile. Die wegweisende Studie von Kouri et al. von 1995 im Clinical Journal of Sport Medicine fand, dass FFMI Physikunterschiede korrekt identifizierte, die der BMI identisch klassifizierte, was ihn für Sportler und Bodybuilder wertvoll macht.
Ein FFMI von 25 (normalisiert) repräsentiert ungefähr die natürliche Grenze für männliche Muskelentwicklung ohne leistungssteigernde Substanzen. Kouri et al. analysierten Champions der Pre-Steroid-Ära und fanden, dass keiner FFMI 25 überschritt, während viele moderne steroidverwendende Bodybuilder 28-32 erreichen. Diese Schwelle hilft, realistische Erwartungen für Natural-Heber zu setzen und wurde in Anti-Doping-Forschung verwendet, obwohl genetische Ausreißer vorsichtige Interpretation erfordern.
Roher FFMI entspricht fettfreier Masse (kg) geteilt durch Größe im Quadrat (m²), ähnlich wie BMI-Berechnung. Normalisierter FFMI fügt einen Größenanpassungsfaktor hinzu (6,1 × (1,8 - Größe in Metern)), um zu berücksichtigen, dass kleinere Personen natürlich proportional mehr Muskel relativ zur Größe haben. Diese Normalisierung, von Kouri et al. vorgeschlagen, ermöglicht fairen Vergleich über verschiedene Größen.
Weibliche FFMI-Werte liegen etwa 5-6 Punkte unter männlichen Äquivalenten aufgrund hormoneller Unterschiede in der Muskelaufbaukapazität. Forschung von Schutz et al. von 2002 im International Journal of Obesity etablierte Bevölkerungsnormen: durchschnittliche untrainierte Frauen haben einen Score von 14-15, athletische Frauen erreichen 16-18, und Elite-Natural-Bodybuilderinnen überschreiten selten 21. Diese niedrigeren Schwellenwerte reflektieren biologische Unterschiede statt Trainingsmangel.
FFMI über 25-26 deutet bei Männern stark auf anabolen Steroidgebrauch hin, obwohl es kein definitiver Beweis ist. Kouris Forschung fand keine natürlichen Sportler in historischen Aufzeichnungen, die FFMI 25 überschritten. Allerdings können außergewöhnliche Genetik, Messfehler und temporäre Bedingungen (Glykogenladung, Dehydration) Werte aufblasen. Anti-Doping-Behörden betrachten FFMI zusammen mit anderen Markern für eine vollständige Bewertung.
Standard-FFMI-Berechnungen passen sich nicht an die Skelett-Rahmengröße an, die das maximale Muskelpotenzial beeinflusst. Personen mit größeren Handgelenken und Knöcheln (was dickere Knochen anzeigt) können natürlich mehr Muskelmasse unterstützen. Casey Butts Forschung über Natural-Bodybuilding-Champions fand, dass der Handgelenkumfang signifikante Varianz in der Muskelentwicklung erklärte. FFMI sollte zusammen mit Rahmenmessungen für präzise Bewertung interpretiert werden.