Herzfrequenzzonen-Rechner
Herzfrequenzzonen-Training hilft Ihnen, Ihr Training zu optimieren, indem Sie mit der richtigen Intensität trainieren. Dieser Rechner verwendet die Karvonen-Formel (Herzfrequenzreserve-Methode) oder einfache %Max HR, um Ihre personalisierten Trainingszonen zu berechnen. Geben Sie Ihr Alter und optional Ihre Ruheherzfrequenz für genauere Ergebnisse ein.
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Max. Herzfrequenz
Referenzen
- Karvonen, M. J., Kentala, E., & Mustala, O. (1957). The effects of training on heart rate: A longitudinal study. Annales Medicinae Experimentalis et Biologiae Fenniae, 35(3), 307-315. PubMed
- Tanaka, H., Monahan, K. D., & Seals, D. R. (2001). Age-predicted maximal heart rate revisited. Journal of the American College of Cardiology, 37(1), 153-156. PubMed
Häufig gestellte Fragen
Die Karvonen-Methode verwendet Ihre Ruheherzfrequenz zur Berechnung der Herzfrequenzreserve (HFR)—der Differenz zwischen maximaler und Ruheherzfrequenz. Dies erstellt personalisierte Trainingszonen basierend auf Ihrer tatsächlichen kardiovaskulären Fitness. Jemand mit niedrigerer Ruheherzfrequenz (was auf bessere Fitness hindeutet) hat eine größere Herzfrequenzreserve, was zu anderen absoluten Zonenwerten führt als bei jemandem mit geringerer Fitness im gleichen Alter. Dr. Martti Karvonens Forschung von 1957 zeigte, dass auf HFR basierende Trainingsintensität enger mit Sauerstoffaufnahme (%VO2max) korreliert als einfacher Prozentsatz der maximalen Herzfrequenz, wodurch Zonen physiologisch aussagekräftiger werden.
Die traditionelle 220-minus-Alter-Formel hat keinen klaren wissenschaftlichen Ursprung und überschätzt tendenziell die maximale Herzfrequenz bei jüngeren Erwachsenen, während sie bei älteren Erwachsenen unterschätzt wird. Tanakas Meta-Analyse von 2001 mit 351 Studien und fast 19.000 Probanden etablierte die Formel 208-0,7×Alter als genauer über alle Altersgruppen. Für einen 50-Jährigen beträgt der Unterschied 5 Schläge pro Minute (170 vs. 173 bpm). Obwohl keine Formel für Individuen perfekt genau ist—Standardabweichung beträgt etwa 10-12 bpm—bietet Tanakas Formel eine bessere populationsweite Schätzung, besonders für Erwachsene über 40.
Altersbasierte Formeln repräsentieren Bevölkerungsdurchschnitte mit erheblicher individueller Variation—Studien zeigen Standardabweichungen von 10-12 bpm. Ihre tatsächliche maximale Herzfrequenz wird von Genetik, Trainingshistorie, kardiovaskulärer Gesundheit und Höhenanpassung beeinflusst. Ausdauersportler haben oft niedrigere maximale Herzfrequenzen als vorhergesagt, während einige natürlich höher laufen. Die einzige Möglichkeit, Ihre wahre maximale Herzfrequenz zu bestimmen, ist ein überwachter maximaler Belastungstest oder ein Feldtest wie wiederholte Bergsprints. Wenn sich Ihre Zonen zu leicht oder unmöglich schwer anfühlen, testen Sie Ihre tatsächliche maximale Herzfrequenz und geben Sie diesen Wert direkt ein.
Die 'Fettverbrennungszone' (typischerweise 60-70% max HF) ist etwas irreführend. Während Sie bei niedrigeren Intensitäten einen höheren Prozentsatz der Kalorien aus Fett verbrennen, verbrennt höherintensives Training mehr Gesamtkalorien und mehr Gesamtfett pro Minute. Eine 30-minütige Einheit bei 75% Intensität verbrennt etwa 50% mehr Kalorien als die gleiche Dauer bei 60%. Zusätzlich erzeugt höherintensives Training einen größeren Nachbrenneffekt (EPOC), wodurch stundenlang nach dem Training mehr Kalorien verbrannt werden. Für Fettabbau zählt der Gesamtkalorienverbrauch am meisten. Mischen Sie Intensitäten: Verwenden Sie niedrigere Zonen für längere Einheiten und Erholung, aber beziehen Sie höherintensives Training für maximalen metabolischen Nutzen ein.
Die Herzfrequenzreserve (HFR) berücksichtigt Ihr aktuelles Fitnessniveau durch Einbeziehung der Ruheherzfrequenz. Zwei 40-Jährige könnten die gleiche vorhergesagte maximale Herzfrequenz von 180 bpm haben, aber wenn einer eine Ruhefrequenz von 50 bpm (HFR von 130) und der andere 70 bpm (HFR von 110) hat, sollten ihre Trainingszonen unterschiedlich sein. Forschung zeigt, dass Prozentsätze der HFR eng mit Prozentsätzen von VO2max (Sauerstoffaufnahme) korrelieren, wodurch die Karvonen-Methode physiologisch genauer wird. Bei 70% HFR arbeiten Sie mit etwa 70% Ihrer aeroben Kapazität—eine Beziehung, die bei einfachen Prozent-vom-Maximum-Berechnungen nicht besteht.
Ja, erheblich. Betablocker können die maximale Herzfrequenz um 20-30 bpm senken, wodurch Standardformeln unzuverlässig werden. Kalziumkanalblocker, einige Antidepressiva und Schilddrüsenmedikamente beeinflussen ebenfalls die Herzfrequenzreaktion. Zustände wie Vorhofflimmern verursachen unregelmäßige Rhythmen, die Zonentraining erschweren. Dehydrierung, Koffein, Stress und Schlafmangel erhöhen vorübergehend die Herzfrequenz. Wenn Sie herzfrequenzbeeinflussende Medikamente nehmen, konsultieren Sie Ihren Arzt über geeignete Trainingszonen—Sie benötigen möglicherweise einen überwachten Belastungstest für genaue Zielwerte. Erwägen Sie die Verwendung der Wahrgenommenen Anstrengung (RPE) neben der Herzfrequenzüberwachung, wenn die Herzfrequenz pharmakologisch verändert ist.