Taille-Hüft-Verhältnis-Rechner
Berechnen Sie Ihr Taille-Hüft-Verhältnis (THV), um Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit der Körperfettverteilung zu bewerten.
—
Taille-Hüft-Verhältnis
Wie man misst
- Verwenden Sie ein flexibles Maßband
- Halten Sie das Band parallel zum Boden, straff aber ohne die Haut zu komprimieren
- Atmen Sie normal und messen Sie am Ende eines normalen Ausatmens
- Für Taille: an der natürlichen Taillenlinie messen. Für Hüfte: an der breitesten Stelle messen
Referenzen
- World Health Organization. (2008). Waist circumference and waist-hip ratio: Report of a WHO expert consultation. Geneva: WHO. WHO
- Yusuf, S., et al. (2005). Obesity and the risk of myocardial infarction in 27,000 participants from 52 countries: a case-control study. The Lancet, 366(9497), 1640-1649. PubMed
Häufig gestellte Fragen
THV misst Fettverteilung statt Gesamtmasse und erfasst metabolisch gefährliches viszerales Fett, das der BMI übersieht. Die INTERHEART-Studie (Yusuf et al. 2005) mit 27.000 Teilnehmern in 52 Ländern fand, dass THV ein stärkerer Prädiktor für Herzinfarktrisiko war als BMI. Eine normalgewichtige Person mit hohem THV hat größere Gesundheitsrisiken als eine übergewichtige Person mit niedrigem THV, weil abdominales Fett entzündliche Zytokine produziert.
Diese Schwellenwerte stammen aus der WHO-Expertenkonsultation 2008 zu Taillenumfang und Taille-Hüft-Verhältnis und repräsentieren Punkte, an denen kardiovaskuläres und metabolisches Krankheitsrisiko merklich zunimmt. Werte über diesen Schwellenwerten zeigen „wesentlich erhöhtes Risiko" für metabolische Komplikationen an. Der Geschlechtsunterschied reflektiert natürlich höhere Hüftfettspeicherung bei Frauen für reproduktive Zwecke. Jede 0,01-Erhöhung über dem Schwellenwert korreliert mit etwa 2% erhöhtem kardiovaskulärem Risiko.
Aufkommende Forschung legt nahe, dass ethnie-spezifische THV-Schwellenwerte angemessen sein können, ähnlich wie BMI-Anpassungen für asiatische Bevölkerungen. Studien im European Journal of Clinical Nutrition fanden, dass südasiatische Bevölkerungen metabolisches Syndrom bei niedrigeren THV-Werten entwickeln als Kaukasier. Anders als beim BMI hat die WHO jedoch noch keine offiziellen ethnie-spezifischen THV-Richtlinien etabliert. Einige Forscher schlagen vor, Schwellenwerte für süd- und ostasiatische Bevölkerungen um 0,03-0,05 zu senken.
„Apfel"-Form (androide Fettverteilung, hohes THV) konzentriert Fett um Abdomen und Organe, stark verbunden mit metabolischem Syndrom, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Birnen"-Form (gynoide Fettverteilung, niedriges THV) speichert Fett in Hüften und Oberschenkeln, was Forschung als metabolisch schützend zeigt. Eine JAMA-Studie fand, dass apfelförmige Personen ein 2-3 Mal höheres Mortalitätsrisiko hatten als birnenförmige Personen bei äquivalenten BMIs.
Sexualhormone beeinflussen Fettverteilungsmuster erheblich. Östrogen fördert gynoide (Hüft-/Oberschenkel-) Fettspeicherung, während Testosteron und Cortisol abdominale Ablagerung bevorzugen. Das THV von Frauen steigt natürlich nach der Menopause, wenn Östrogen sinkt, was erhöhtes kardiovaskuläres Risiko bei postmenopausalen Frauen erklärt. Chronischer Stress erhöht Cortisol und fördert abdominale Fettakkumulation. Forschung im International Journal of Obesity bestätigt, dass hormonelle Faktoren viel der Geschlechtsdifferenz in THV-bezogenen Gesundheitsergebnissen erklären.
Regelmäßige Bewegung kann THV verbessern, obwohl punktuelle Reduktion unmöglich ist. Forschung im Journal of Applied Physiology zeigt, dass Aerobic-Übungen bevorzugt viszerales abdominales Fett reduzieren und THV verbessern, selbst ohne signifikanten Gewichtsverlust. Krafttraining baut Gesäßmuskel auf, erhöht potentiell Hüftumfang und verbessert das Verhältnis. Eine Meta-Analyse in Obesity Reviews fand, dass kombiniertes Aerobic- und Krafttraining durchschnittliche THV-Reduktionen von 0,02-0,04 über 12-24-Wochen-Programme produzierte.